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Der Bückeburger Nachtwächter

Stadtführer auf Erfolgskurs
Bereits zwei Monate vor Jahresende 18 Führungen mehr als im gesamten Vorjahr

Bückeburg (bus). Die 2012er Saison der Bückeburger Stadtführer wird als eine der erfolgreichsten in die Annalen der aktiven Tourismusbegleiter eingehen. Das wurde während einer Zusammenkunft in der Begegnungsstätte deutlich, in deren Rahmen Sprecher Karlheinz Stier eine erste Auswertung der in diesem Jahr zu verzeichnenden Aktivitäten vorlegte. Demnach weist die Statistik bereits zwei Monate vor Jahresultimo mit insgesamt 180 Führungen 18 mehr als im gesamten Vorjahr aus.

Besonders die Offerte „Historisches Bückeburg“, bei dem die Stadtführung um ein Mittagessen sowie Besuche von Schloss und Hofreitschule ergänzt wird, hat Stiers Schilderungen zufolge „eingeschlagen wie eine Bombe“. Da das Angebot zudem zu einem ansprechenden Preis (19,90 Euro) vorgehalten werde, erfreue es sich großer Beliebtheit. Rege nachgefragt würden darüber hinaus Themenführungen wie etwa die von Dietmar Ostermeier in Szene gesetzten Nachtwächter-Rundgänge. „Die für 2013 vorliegenden Buchungen haben es nötig gemacht, einen zweiten Mann mit ins Boot zu nehmen“, berichtete Ostermeier der Versammlung. Diese Aufgabe soll Wolfram Hesseling übernehmen, der sich bislang überwiegend um die per Fahrrad absolvierten Touren kümmerte.

Stier nutzte die Zusammenkunft für einige kritische Hinterfragungen bezüglich der fünf Themenbereiche Altersunterschiede, Traditionalisten/Jungstürmer, Vielführer/Wenigführer, neue Ideen und Verteilerquote. Zwar zeichne sich seiner Meinung nach keine Krise ab, einige der angeführten Punkte bereiteten ihm indes Bauchschmerzen. Das Magengrimmen des Sprechers erwies sich allerdings größtenteils als unbegründet. Mehrere Versammlungsteilnehmer bestätigten ihm hervorragende Arbeit. Kritik an seiner Person wurde nicht laut.

„Bei uns finden sich zwar unterschiedliche Typen, aber das hält ja eine Gruppe auch zusammen“, lautete eine Meinung, „wichtig ist das über die Generationen hinwegreichende Zusammengehörigkeitsgefühl“, eine andere. Stiers latent angedeutete Rücktrittsgedanken - „man muss sich fragen, ob man der Richtige am richtigen Ort ist“ - konterten die Kollegen mit einem eindeutigen „Sie machen das sehr souverän“. Auf Stiers Einwurf, er sei weder Vorsitzender noch Präsident, hieß es: „Aber so eine Art Kegelvater.“

Einvernehmen herrschte überdies beim Thema „Verteilerquote“. Zwei Teilnehmer brachten ihr Missbehagen darüber zum Ausdruck, in den zurückliegenden Jahren gar nicht mehr berücksichtigt worden zu sein. Das Verhältnis zwischen „Nullführern“ und „Vielführern“ benötige eine größere Gerechtigkeit, brachte Stier zum Ausdruck. Allerdings sei die Verteilung der Führungen kein einfaches Geschäft.

Der Punkt wird womöglich im Rahmen des für Dienstag, 11. Dezember, in den historischen Saal des Rathauses einberufenen Jahresabschlusstreffens Gegenstand weiterer Erörterungen sein.

Die Stadtkirche stellt bei den Rundgängen der Stadtführer einen der zentralen Anlaufpunkte dar. Foto: bus

25.10.Stadtkirche

Quelle: LZ 25.10.12