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Der Bückeburger Nachtwächter

17,5 Prozent plus: „Schönes Ergebnis“
Gästeführer im Jahr 2012 erheblich stärker nachgefragt als im Vorjahr

Bückeburg (bus). Die Touren der Bückeburger Gästeführer sind in den zurückliegenden zwölf Monaten erheblich stärker nachgefragt worden als 1911. „Wir haben in diesem Jahr 191 Führungen absolviert“, erklärte Karlheinz Stier während der Abschlussversammlung der Fremdenverkehrsexperten im historischen Saal des Rathauses. Das entspreche gegenüber dem Vergleichszeitraum (162 Führungen) einer Steigerung um 17,5 Prozent. „Ein schönes Ergebnis“, meinte der Sprecher der knapp zwei Dutzend Frauen und Männer starken Gemeinschaft.

Stier führte die Steigerung darauf zurück, dass das Führungsangebot insgesamt an Attraktivität gewonnen habe. Offerten wie „Historisches Bückeburg“, bei dem die Führung um ein Mittagessen sowie Besuche von Schloss und Hofreitschule ergänzt wird, themenbezogene Rundgänge wie „Schlosspark – ein Park erzählt Geschichte(n)“ und „Mausoleum – eine fürstliche Begräbnisstätte“ sowie die Touren des Nachtwächters, der Geschichten und Anekdoten aus der Sicht eines historischen Schutzbeamten erzählt, erfreuten sich zunehmender Beliebtheit. Zudem vermittele die Tourist-Information spezielle Führungen in englischer oder französischer Sprache sowie Touren für Kinder- und Jugendgruppen oder für Radfahrer.

Dietmar Ostermeier berichtete, dass die Nachtwächterzunft seit einigen Wochen von zwei Darstellern vertreten wird. Wegen der großen Nachfrage und der für 2013 bereits vorliegenden Buchungen sei Wolfram Hesseling, dessen Hauptaugenmerk bislang den per Fahrrad absolvierten Touren galt, mit ins Boot genommen worden. „Wir arbeiten aber keinesfalls in Konkurrenz sondern ergänzen uns wunderbar“, betonte Ostermeier.

Bürgermeister Reiner Brombach stellte die „ganz wichtige Rolle“ heraus, die den Gästeführern im Bemühen der Stadt um touristische Anziehungskraft zukomme. Diese Rolle hätten sie „im vergangenen Jahr wieder einmal in hervorragender Form“ ausgefüllt. Horst Tebbe erinnerte an die Wichtigkeit des Fremdenverkehrs als Wirtschaftsfaktor. „Gemeinsam haben wir uns immer wieder etwas Neues einfallen lassen“, merkte der demnächst in den Ruhestand wechselnde Kämmerer an. „Wir dürfen aber nicht auf der Stelle treten.“

3.1.13

Quelle: LZ 3.1.13